Die bigMESSAGE-Manuskripte vom 26. Februar bis 10. März 2026

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Trainingslager Fastenzeit: Fit für Ostern!

Donnerstag, 26. Februar 2026, 20:45 Uhr

Hast Du Dir was vorgenommen für die Fastenzeit? Null Alkohol? Heilfasten? Mal wieder in der Bibel nachlesen: Wie war das noch mal Palmsonntag, Karfreitag und Ostern – worauf die Fastenzeit ja hinausläuft? Die erinnert daran, dass Jesus von Nazareth sich in der Wüste vierzig Tage lang fit gemacht hat für seinen ersten, öffentlichen Auftritt laut Bibel. Essen und Trinken Mangelware, dazu soll Jesus auch noch bedrängt worden sein vom großen Versucher, der schon am Anfang der Bibel dafür sorgt, dass Adam und Eva aus dem Paradies flie¬gen, weil sie auf die Schlange hören statt auf Gott. Die Vierzig ist eine symbolische Zahl und die Bibel natürlich keine Livereportage. So wie symbolische vier¬zig Jahre lang das Volk Israel durch die Wüste gezogen ist laut Bibel und dabei gegen Gott gemurrt hat. Das macht Jesus anders, wollen die Auto¬ren herausstellen. Wie Fußballer sich im Trainingslager vor¬bereiten, Leichtathleten eigens Höhentraining absolvieren, so etwa kannst Du auch die Fastenzeit auffassen. Extra da, damit Du Dich auf Ostern vorbereiten kannst. Überleg', was Du Dir zumuten willst und was nicht, was Du Dir zumuten kannst und was Du Dir gönnst bis Ostern! Und dann: Viel Erfolg!


Thema: Bibel fühlen – auch was für Dich als Erwachsene*r?

Dienstag, 3. März 2026, 20:45 Uhr

Haste schon mal – in der Bibel gelesen? Ist jetzt nicht so die Trendsportart, oder: Bibellesen? Aber die Bibel gefühlt – haste das schon mal? Ja, gefühlt! Die Geschichte vom Propheten Jona zum Beispiel. Der keinen Bock drauf hat, Prophet zu sein. Dem Gott zwar den Auftrag gibt, nach Ninive zu gehen, in die große Stadt, in der's drunter und drüber geht - und dort mal ordentlich Tacheles zu reden. Aber für Jona ist das nix. Er gibt Fersengeld, flieht übers Meer, weit weg von Gott. Aber - denkste! Gott lässt einen großen Sturm kommen, das Schiff droht zu kentern. Die Seeleute machen schließlich Jona als Schuldigen aus, weil er vor Gottes Auftrag davonschippern will – und werfen ihn über Bord. Und dann? Statt unterzugehen und zu ertrinken – wird Jona von einem Walfisch verschluckt, der ihn schließlich zurück spuckt an Land – und Jona muss doch ran. Das Jona-Püppchen kannste mit Händen greifen und in den Wal aus Stoff stopfen und wieder ausspeien lassen. Die Walhaut fühlt sich kühl an – wie das Meer aus Latex, das sogar Wellen schlagen kann. Natürlich ist die erste Fühlbibel erst mal für blinde, sehbehinderte und sehende Kinder gedacht. Aber die Bibel fühlen, sinnlich und sinnig: wär' das auch was für Dich - als Erwachsene und Erwachsener?


Thema: Sonntags-Mantra: Gott mit Dir – für immer!

Donnerstag, 5. März 2026, 20:45 Uhr

Warum zählen die Sonntage eigentlich nicht zur Fastenzeit? Ganz einfach: weil Christ:innen sonntags notorisch, penetrant, ausnahmslos und das seit rund 2000 Jahren - Ostern feiern. Feiern, dass Gott Jesus aus dem Grab geholt hat laut Bibel - und damit Deinem und jedem Menschenleben eine ganz neue Perspektive eröffnet hat. Denn der Tod ist demnach nicht mehr nur die schreckliche Schranke, hinter der alles aus ist. Der Tod ist auf einmal ein Tor, eine Tür: in eine andere, bessere, unbekannte, märchenhafte, traumhafte Welt. In der alle auf Augenhöhe miteinander unterwegs sind und sich begegnen: unabhängig von dem, was einer kann oder nicht oder hat oder nicht. Die Auferstehung Jesu ist ein so elementares Fest und Datum im christlichen Glauben, dass sie Woche für Woche, Sonntag für Sonntag Mantra-artig wiederholt und gefeiert wird. Da muss dann auch die Fastenzeit – Pause machen. Aber was heißt "Pause"? Denn genau dafür ist die Fastenzeit ja da: dass Du Inventur machst bei Dir und checkst, was zählt wirklich, was ist Dir wirklich wichtig in Deinem Leben und was trägt Dich: durch alle Aufs und Abs, Höhen und Tiefen? Gott, der urgründige Urgrund von allem, was ist – über alles Werden und Vergehen und jeden Tod hinaus? Oder was oder wer – sonst?


Thema: Optimieren? Polier' Dein göttliches Selbst!

Dienstag, 10. März 2026, 20:45 Uhr

Was fällt Dir ein beim Stichwort "Fastenzeit"? Ein spirituelles Selbst-Optimierungs-Programm? Um Himmels willen – nicht noch eins, bitte! Nicht noch eine App, ein Ratgeber, ein Youtube-Tutorial, wie Du ein besserer Mensch werden kannst, das Beste aus Dir rausholen kannst, immer besser wirst - in weiß der Himmel was. Denn Dein Selbst – brauchste gar nicht optimieren! Jedenfalls – wenn's nach dem ersten Kapitel der Bibel geht. Denn das Buch Genesis gleich zu Anfang nennt Dich Abbild Gottes, Ebenbild, Ikone – in dem sich etwas von Gott zeigt und spiegelt, dem ewigen Lebens-Ursprung und –Urgrund von allem, was ist. Im Zweiten Testament wirst Du Kind Gottes genannt, Tochter, Sohn – Du gehörst zur göttlichen Familie! Was willste mehr? Das bist Du - das ist Dein Selbst. Das Du wie alle Kostbarkeiten allerdings auch pflegen solltest. Pflegen musst. Denn auch das teuerste Tafelsilber wird matt, wenn Du es nicht polierst regelmäßig. Drum achte in Deinem Lebensstil und bei allem, was Du tust, darauf: dass Deine Gottebenbildlichkeit, dass Deine Verwandtschaft mit Gott sich dabei zeigt, deutlich wird, ausdrückt und glänzt! Nicht um Dein Selbst zu optimieren. Sondern um es zu zeigen, zu präsentieren, auszupacken, zu entwickeln. Und nutz' gern dafür auch die Fastenzeit: dass wer mit Dir Kontakt hat – in Kontakt kommt mit Gott!